Was ist die Trauma Buster Technique und was macht diese Traumatechnik so einzigartig?

TBT ist eine Kombination aus dem Beklopfen von Akupunkturpunkten und Formaten des NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Die Technik nutzt die neuesten Erkenntnisse über die Neuroplastizität des Gehirns: die Fähigkeit unserer Gehirnzellen, sich zu lösen und neue Verbindungen einzugehen.

 

Ein Trauma kann man sich wie einen Blindgänger vorstellen: eine Bombe, die unter der Erde verschüttet liegt. Diese Bombe – egal wie lange sie sich dort unbemerkt befindet – bleibt hoch explosiv. Mit TBT entschärft man eine solche Bombe, indem man deren Zündung entfernt.

 

Im TBT-Prozess durchläuft man mit einer belastenden Lebenserfahrung ein standardisiertes, vierschrittiges Protokoll. Zunächst wird der Hauptschockpunkt, der Punkt der höchsten Belastung, identifiziert und isoliert. Dann wird dieser auf dem auditiven und/oder visuellen Wahrnehmungskanal verzerrt und verfremdet.

 

Zwischen den einzelnen Schritten wird die ursprüngliche Erfahrung immer wieder kontaktiert, wodurch sie "flüssig" wird und eine neurologische Neukonditionierung des Erfahrenen stattfinden kann. Die Biochemie der Erinnerung, das emotionale und körperliche Erleben der Erinnerung an das Geschehene, verändert sich. Es bleibt etwas, das schlimm war, aber nach dem TBT-Prozess wird es als ein vergangenes und nunmehr abgeschlossenes Ereignis wahrgenommen. Es kann seinen Platz im Kontinuum der persönlichen Biografie finden und verliert seinen Einfluss auf die Gegenwart.

Entwickelt wurde die Technik von meiner EFT-Masters-Kollegin Rehana Webster, BSc. 

 

Die engagierte Australierin hat zehn Jahre an der Verfeinerung ihrer Technik gearbeitet und blickt zurück auf große Erfolge in ihrer Arbeit mit traumatisierten Erwachsenen und Kindern, Haftinsassen, Flüchtlingen und Soldaten.

Rehana Webster barfuß und mit ausgestreckten Armen in einem Tor in Pakistan
Rehana Webster zu Besuch in Pakistan, wo ihre Wurzeln liegen


"Nach den Bomben": TBT im Einsatz im Libanon

Sehen Sie in diesem Film des Schweizer Filmemachers Robert Albert Ernest, wie Rehana Webster syrischen Flüchtlingen im Libanon dabei hilft, ihren posttraumatischen Stress zu lösen. Alle Teilnehmer/innen in diesem Workshop waren in Gefangenschaft und einige von ihnen sind Folteropfer. Der Film enthält jedoch keine expliziten Inhalte.

Dauer: ca. 30 Minuten

Rehana Webster hilft einer Syrerin bei der Prozessierung ihrer Traumatisierung

Ein spontanes Interview

Aufzeichnung des Gesprächs mit Edwin Schröer vom 17. September 2018. Ich beantworte Fragen zur Trauma Buster Technique und spreche dabei unter anderem über das, was die Technik auszeichnet und so einzigartig macht. Auch erzähle ich über einige praktische Erfahrungen mit TBT.
Dauer: ca. 50 Minuten

Maya de Vries und Edwin Schröer im Gespräch über ihre Erfahrungen mit der Trauma Buster Technique

Die Vorzüge von TBT

  • Der TBT-Prozess ist sehr sanft. Eine Sitzung mit TBT ist für Klienten/Patienten in der Regel wenig belastend, wodurch das Retraumatisierungs-Risiko durch die Sitzung sehr gering ist.
  • Die Technik ist so konzipiert, dass schon früh im Prozess im sicheren Abstand vom Fühlen gearbeitet wird. Hierdurch braucht es wenig stabilisierende Vorarbeit.
  • TBT ist ein relativ schneller Prozess. Die meisten Schocktraumata lassen sich tatsächlich in einer Sitzung lösen.
  • Die erleichternde Wirkung von TBT ist sofort spürbar. 
  • Basierend auf jahrelangen Erfahrungen von Rehana Webster und vieler TBT-Anwender/innen weltweit wirkt eine genau nach dem Protokoll durchgeführte Sitzung nachhaltig und braucht in der Regel keine Folgesitzungen oder sonstige Nachbearbeitung.
  • Die Technik lässt sich leicht und ohne viel Sprache erklären. Wenn der Ablauf einmal verstanden worden ist, können dessen Einzelschritte in der Muttersprache durchlaufen werden. 
  • TBT eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder –aller kultureller und religiöser Hintergründe.
  • Die Technik kann auf alle belastenden Erinnerungen, die einen Schock- oder Schreckmoment enthalten, angewandt werden.
  • Dabei ist es unerheblich, wie lange das Erlebte in der Vergangenheit zurückliegt. Es muss nur eine bewusste Erinnerung daran vorhanden sein. 
  • Die Technik hat einen gut strukturierten Ablauf, wodurch sie nicht schwer zu erlernen ist.

3 Minuten zu Trauma und dem Gehirn

In diesem "Erklärvideo" erfahren Sie etwas über die Problematik fragmentierter Gedächtnisinhalte. 



Häufig gestellte Fragen

Die neue Traumatechnik macht neugierig und wirft Fragen auf. Lesen Sie hier, was viele über TBT wissen möchten und wie ich diese Fragen beantworte.


Training in TBT

Ich gebe regelmäßig Practitioner-Zertifizierungs-Workshops – auch außerhalb des Kölner Raums. 

Hier finden Sie meine aktuellen Termine.


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